Der Stammbaum der Familien Huber - Stockert - Röck - Kosak - u.a.

Stanley, William - 6th Earl of Derby

William StanleyAlter: 81 Jahre15611642

Name
William Stanley
Geburt 1561 29 21
Geburt einer Tochter
#1
Anne Stanley
ja

Geburt eines BrudersFrancis Stanley
1562 (Alter 12 Monate)

Tod eines väterlichen GroßvatersEdward Stanley
24. Oktober 1572 (Alter 11 Jahre)
Geburt eines HalbbrudersHenry Stanley
1577 (Alter 16 Jahre)
Tod eines VatersHenry Stanley
25. September 1593 (Alter 32 Jahre)
Tod eines BrudersFerdinando Stanley
16. April 1594 (Alter 33 Jahre)

HeiratElizabeth de VereDiese Familie ansehen
26. Juni 1594 (Alter 33 Jahre)
Tod einer MutterMargaret Clifford
29. September 1596 (Alter 35 Jahre)
Geburt eines Sohns
#2
James Stanley
31. Januar 1606 (Alter 45 Jahre)
Heirat eines KindsJames StanleyCharlotte de la TrémoïlleDiese Familie ansehen
26. Juni 1626 (Alter 65 Jahre)

Tod einer EhefrauElizabeth de Vere
1626 (Alter 65 Jahre)

Tod eines HalbbrudersHenry Stanley
4. Dezember 1638 (Alter 77 Jahre)
Tod 29. September 1642 (Alter 81 Jahre)

Titel
6th Earl of Derby
ja

Familie mit Eltern - Diese Familie ansehen
Vater
Mutter
Heirat: 7. Februar 1555Whitehall Palace, London, England, GBR
5 Jahre
älterer Bruder
3 Jahre
er selbst
2 Jahre
jüngerer Bruder
Bruder
Familie des Vaters mit Jane Halsall of Knowsley - Diese Familie ansehen
Vater
Stiefmutter
Halbschwester
Halbbruder
Halbschwester
Halbbruder
Familie mit Elizabeth de Vere - Diese Familie ansehen
er selbst
Ehefrau
Heirat: 26. Juni 1594Royal Borough of Greenwich, England, GBR
Tochter
Sohn

Gemeinsame Notiz

William Stanley, der 6. Graf von Derby besaß akademische Bildung, unternahm weite Reisen durch Europa und den Orient, hatte Fremdsprachenkenntnisse und war vertraut mit Theater und Literatur. Ebenso kannte er die Usancen am Gerichtshof und war an der Erstellung des "Canon" mitbeteiligt. Zwei Schriften von George Fenner, einem Spion der Jesuiten, beide Juni 1599 datiert, gaben an, dass Derby "eifrig war nur beim Niederschreiben von Komödien für die gewöhnlichen Spieler". Sein älterer Bruder, Ferdinando formte eine Schauspieltruppe, die sich zur berühmten Truppe "The King's Men" entwickelte, bekannt für ihre shakespeare'schen Produktionen. Viele Gelehrte vertreten die Ansicht, "Ein Sommernachtstraum" wurde geschrieben, um zum Anlass der Hochzeit William Derbys aufgeführt zu werden, die im Palast im Beisein der Königin stattfand.

Quelle: http://www.shakespeareauthorship.org/

Sir William war zweiter von vier Söhnen von Sir Henry Stanley, 4. Earl von Derby, und Lady Margaret Clifford, der Comtesse von Derby. Geboren um 1561 heiratete er Lady Elizabeth, Tochter von Edward, Earl von Oxford, mit der er zwei Söhne, James und Robert hatte; sowie drei Töchter: 1. Elizabeth, welche früh starb; 2. Anne, die Sir Henry Portman von Orchard aus dem Landkreis Somerset heiratete. Nach dessen Tod heiratete sie Sir Robert Carr, Knight und Earl von Ancram, Schottland. Die dritte Tochter wurde wieder Elizabeth genannt und verstarb ebenfalls früh. Robert, sein zweiter Sohn, heiratete eine Tochter von Lord Witherington.

Nach dem Tod seines Bruders, Ferdinandos, des fünften Earl von Derbys ergaben sich ernste Schwierigkeiten in Bezug auf die Erbfolge in Ermangelung männlicher Nachkommen und der Abwesenheit seines Bruders William, von dem man seit Jahren nichts gehört hatte. Denn schon zu Lebzeiten seines Vaters zeigte William einen unbeherrschbaren Drang zum Reisen, und der Earl willigte darin ein, dass er ins Ausland ging.

Er blieb drei Jahre in Frankreich, wo er Siegeslorbeeren in vielen wichtigen Tournieren errang, und ging anschließend nach Spanien, wo er von einem spanischen Adeligen zu Duell herausgefordert wurde. Im ersten Aufeinandertreffen gelang es dem Spanier, Sir William am rechten Arm zu verwunden und ihn zu Boden zu strecken, aber er war bald wieder auf den Beinen. In der zweiten Runde richtete der Spanier drei tödliche Schläge gegen den verletzten Engländer, aber sie wurden alle geschickt pariert und Sir William fügte seinem Widersacher eine ernste Wunde an der rechten Brust zu, wodurch nun dieser zu Boden ging. Dieser verlor eine Menge Blut und die Freunde des spanische Adeligen rieten ihm zum Rückzug vom Zweikampf, aber er war zu wütend, um ihren Rat zu beachten. In der dritten Runde, zu der Sir William mit der Kraft der Verzweiflung ging, parierte er die Schläge erfolgreich und der Vertreter des Hauses Stanley sicherte sich den Sieg indem er dem Spanier eine zweite Wunde an der Brust zufügte, die diesen endgültig kampfunfähig machte.

Sir William besuchte danach Italien, wo er im Gewand eines bettelnden Mönch reiste, um leichter an Information und damit durch das Land zu kommen. Danach setzte er nach Ägypten über um mit der Hilfe eines einheimischen Führers den Nil zu erkunden. Während ihrer Reise brach eines Tages eine große Raubkatze mit schrecklichem Brüllen aus einem Dickicht hervor und sprang auf sie zu. Sir William hatte zwei Pistolen und schoss mit einer auf das Raubtier im Sprung. Leider verfehlte er sein Ziel und konnte sich nur mit einem Sprung auf die Seite vor dem Tier in Sicherheit bringen. Bevor die Katze zu einem zweiten Sprung ansetzen konnte, zog jedoch Sir William die zweite Pistole und schoss dem Tier in die Brust. Mit seinem Schwert tötete Sir William schließlich die Raubkatze. Weiter ging die Reise nach Palästina und danach in die Türkei. Dort gelang ihm nur knapp die Flucht vor den Schergen der muselmanischen Justiz. In einer Diskussion mit einem der Paschas' verteidigte er das Christentum und die Bibel und prangerte die im Koran dargelegte Religion als falsch und trügerisch an. Er wurde wegen "Blasphemie gegen die Religion Mahommeds" festgenommen und, nachdem er lange Zeit in einem dreckigen und tristen Gefängnis gefangen gehalten wurde, wurde ein Datum für seine Exekution festgesetzt. Aber eine Dame setzte sich für ihn ein und er wurde drei Tage vor dem Exekutionstermin befreit. Nachdem er danach einige Zeit in Konstantinopel verbrachte, besuchte er Russland. Während seines Aufenthaltes in Moskau, wurde er von einem englischen Arzt über den Tod seines Vaters und Bruders informiert und kehrte daraufhin sofort in seine Heimat zurück.

Als Sir William England erreichte, stellte er fest, dass der ganze Besitz des Grafenstands auf die Töchter seines Bruders aufgeteilt worden war, allerdings unter der Kuratel von vier Bischöfen und vier Lords, die alles für sich beanspruchten und nicht im entferntesten daran dachten, sein Recht auf einen Anteil zuzugeben. Er hatte nur wenige Freunde und noch weniger Geld, jedoch mächtige Widersacher zu bekämpfen und so schien sein Fall ein wenig bedrückend; aber einige der alten Untergebenen in und um Latham, Dalton, Newburgh, usw., die ihn von Kindheit an kannten, und ihn als ihren natürlicher und rechtmäßiger Lord anerkannten, unterstützten ihn mit Geld, um seinen Titel und so viel vom Besitz wiederherzustellen, wie dazu gehörte. Die gerichtliche Auseinandersetzung, die folgte war ein Musterprozess, der heute noch zitiert wird und "Derbygericht" genannt wird. Die alten Sitze von Lathom und Knowsley mit allen Häusern wurden wiederum ihm zugesprochen, ebenso wie die Besitzrechte in Lancashire, Cumberland, Yorkshire, Cheshire und viele in Wales; auch das Landgut von Meriden im Bezirk von Warwick mit dem alten Sitz Westminster und auch die Pfarrkirche von der heiligen Trinität in der Stadt von Chester. Den Töchtern von Ferdinando sprachen die Schiedsrichter die Baronien von Knokyn, Mohun, Barnwell, Basset zu; mit all den Häusern, Schlössern, Landgütern und Ländern. Des weiteren erhoben die Töchter Ferdinandos Anspruch auf den Besitz der Isle of Man als das allgemeine Erbe ihres Vaters. Dem stimmten die Richter auch zu, worauf Sir William ihnen die Rechte abkaufte und danach eine Bestätigung der neuen Besitzrechte über die Insel von König James I. erhielt.

Im Jahr 1594 heiratete Sir William in Greenwich Elizabeth, die älteste Tochter von Edward Vere, dem siebten Grafen von Oxford, mit der er drei Söhne und drei Töchter hatte. Königin Elizabeth verlieh ihm den "Order of the Garter" (Hosenbandorden), und James I. ernannte ihn zum "Lord Chamberlain of Chester" auf Lebenszeit und auf der Taufe seines ersten Sohns, James, überreichte ihm Lord Strange eine kostspielige Platte. Elizabeth starb 1626 und einige Jahre später, übergab der Graf all seinen Besitz an James, Lord Stanley and Strange, seinen ältesten Sohn, und behielt nur £ 1.000 pro Jahr als lebenslange Rente für sich. Der Graf kaufte ein Haus am Fluss Dee, nahe Chester, worin er seinen Lebensabend in Ruhe, Frieden verbrachte. Er starb am 29. September 1642. Sein Leichnam wurde nach Omskirk in der Gruft seiner Ahnen beigesetzt.

Quelle: http://www.tudorplace.com.ar/Bios/WilliamStanley(6EDerby).htm

MedienobjektStanley, William - 6th Earl of DerbyStanley, William - 6th Earl of Derby
Format: application/octet-stream
Bildmaße: 230 × 290 Pixel
Dateigröße: 51 kB
Typ: Gemälde
Hervorgehobenes Bild: ja