Der Stammbaum der Familien Huber - Stockert - Röck - Kosak - u.a.

Hagen von TrōviaAge: 43 years485528

Name
Hagen von Trōvia
Given names
Hagen
Surname
von Trōvia
Alias
Hogni
Birth about 485 14
Death of a father… “Der Albe”
about 485

Birth of a half-brotherGunther
about 489 (Age 4 years)
Birth of a half-sisterGrimhild
about 491 (Age 6 years)
Birth of a half-brotherGernot
about 495 (Age 10 years)
Birth of a half-brotherGislher
about 514 (Age 29 years)
Death of a half-brotherGunther
about 528 (on the date of death)
Death of a half-sisterGrimhild
about 528 (on the date of death)
Cause: Erschlagen
Death of a half-brotherGernot
about 528 (on the date of death)
Death of a half-brotherGislher
about 528 (on the date of death)
EventMäreth View this family
Beischlaf
about 528 (on the date of death)
Death about 528 (Age 43 years)
Birth of a son
#1
Aldrian
about 529 (12 months after death)
Family with parents - View this family
father
mother
himself
Mother’s family with Aldrian - View this family
step-father
mother
half-brother
Gunther
Birth: about 489 29 18Burg Vernica (Firmenich), Euskirchen
Death: about 528Susat, Soest
3 years
half-sister
5 years
half-brother
Gernot
Birth: about 495 35 24Burg Vernica (Firmenich), Euskirchen
Death: about 528Susat, Soest
Mother’s family with Forkward “Der Spielmann” - View this family
step-father
mother
half-brother
Family with Märeth - View this family
himself
wife
son

Note

Im Nibelungenlied ist dieser Sohn Aldrians ein Vasall Gunthers, König der Burgunder, und dessen treuer Gefolgsmann und Ratgeber. Er ist der Onkel des Helden Ortwein, ein Bruder ist Dankwart. Sohn des Hagen ist Nifel. Über Hagens Zeugung wird auch berichtet, daß seiner Mutter, der Frau Aldrians und Tochter König Irians (Yrian, der Reiche), als sie trunken war, ein Alb erschien, der ihr in ihrem Grasgarten beigewohnt habe (Thidrekssaga, Mb 169). Somit wäre Hagen halb Mensch, halb Albe und damit seine recht dämonische Zeichnung erklärt.

Weil Hagen somit keinem gültigen Verhältnis entsprossen war, wurde nicht er, sondern sein jüngerer (Halb-)Bruder Gunther König, der wohl einer zweiten Ehe Aldrians entstammte. Hier wird auch eine höfische Intrige kolportiert: Der"Albe" war kein übernatürliches Wesen, sondern ein normaler Mensch, wohl aber vornehmer und fremder Herkunft, der den Suff der Königin ausnutzte. Zeuge des Fehltritts war ihre Magd, die das Geheimnis dem Didrik steckte, der es später König Aldrian mittelte, der daraufhin eine andere Frau nahm und mit ihr Gunther, Gernholt und Gislher zeugte (RITTER-SCHAUMBURG, S. 110f.).

Beschrieben wird Hagen als schwarzhaarig, mit buschigen Brauen und großer Nase, sein eines Auge war schwarz. Insgesamt bot er einen grimmigen Anblick, doch durchaus edel, wie Gunther führte er einen (ungekrönten) Adler in seinem Schild, das silbern war und so Hagens königliche Abkunft erkennen ließ.

Für seine Königin Brünhilde ermordete er Siegfried, indem er ihm seinen Speer zwischen die Schultern rammt (Nibelungenlied, 16. Abenteuer). Die Meucheltat trägt ihn den Haß Krimhilds ein, was weiter gesteigert wird, als Hagen ihr auch noch den Hort Nibelungs raubt und im Rhein versenkt (Nibelungenlied, 19. Abenteuer).

Im zweiten Teil des Nibelungenliedes ist er der Gegenspieler von Siegfrieds Gattin Kriemhild.

Bereits zu Beginn der Reise der an den Hof Etzels prophezeien ihm zwei Wasserfrauen, daß alle Helden sterben werden, nur ein Pfaffe kehre lebendig nach Worms zurück. Zur Probe wirft er den Kaplan in den Rhein. Als der Nichtschwimmer wider erwarten das Ufer erreicht weiß er, daß ihr Schicksal besiegelt war (Nibelungenlied, 25. Abenteuer).

Am Ende fällt er durch die Hand Kriemhilds (Nibelungenlied, 39. Abenteuer).

Die Thidrekssaga berichtet, Hagen habe in der letzten Nacht seines Lebens noch einen Sohn gezeugt. Dieser, er hieß Aldrian, wuchs am Hof Attalos auf, der ihn wie seinen eigen Sohn behandelte. Jedoch war Aldrian, durch den letzten Auftrag seines Vaters an die Regeln der germanischen Blutrache gebunden. So lockte er, als er volljährig - sprich 12 Jahre alt - geworden war Attalo in eine Höhle ("Hohle Stein" bei Kallenhart), in der Sigfrids Hort verborgen sein sollte und sperrte seinen Ziehvater darin ein, daß er verhungerte.

In der nordischen Überlieferung der Sage ist Högni (Hagen) ein Bruder Gunnars (Gunther) und Gudruns ��(Kriemhild). Anders als im Nibelungenlied wird er nicht zum Mörder Sigurds (Siegfrieds). Vielmehr wird Högni selbst zum Opfer des habgierigen Atli (Attila), der ihn grausam tötet. Sein Sohn Hniflung (Nifel) rächt die Bluttat (Edda, Das grönländische Atlilied 87f.)