Der Stammbaum der Familien Huber - Stockert - Röck - Kosak - u.a.

Besuchte wie sein älterer Bruder, Rudolf das Schottengymnasium in Wien, wo er auch maturierte und s…

Gemeinsame Notiz

Besuchte wie sein älterer Bruder, Rudolf das Schottengymnasium in Wien, wo er auch maturierte und studierte dann Jus. Er trat, zum Leidwesen seines liberalen Vaters, der katholischen Studentenverbindung des CV (=Cartellverband) "Noricum" bei. Er wurde dann in die Stadthalterei nach Innsbruck und später nach Triest versetzt. Dort lernte er die Familie des Freiherrn von Taxis di Bordogna und Valnigra kennen und verliebte sich in dessen Tochter Fritzi. 1907 heirateten sie. Die Ehe bleibt kinderlos. Nach dem 1. Weltkrieg wird Otto Sektionschef und ist für die ökonomisch-administrativen Belange des Nationalrates zuständig. Als Wilhelm Miklas 1931 Bundespräsident von Österreich wird, wird Otto sein Kabinettsdirektor. Als am 25. Juli 1934 SS-Truppen in regulären österreichischen Heeresuniformen verkleidet, den Ballhausplatz handstreichartig besetzen, nehmen sie alle anwesenden Politiker und Beamte, unter ihnen auch Otto, als Geiseln. Um einen großen runden Tisch sitzend, bekommt jeder einen Strick um den Hals und hinter jeder Geisel steht ein SS-Mann, welcher ihr eine Pistole in den Nacken drückt. Als sie nach über neun Stunden befreit werden, ist es Otto, der den Bundeskanzler Dr. Dollfuß erschossen und verblutet auf einem Sofa in einem Ruhekabinett seines Kanzlerbüros findet. Bis zum "Anschluß Österreichs" bleibt er im Amt und wird, nachdem Bundespräsident Miklas 1938 zum Rücktritt gezwungen wird, pensioniert.

Quelle: Familienchronik

Vornamen Nachname Sosa Geburt Ort Tod Alter Ort Letzte Änderung
Otto Huber
27. Februar 1875143Innsbruck, Tirol015. Juli 19496974Wien, AUT22. Mai 2015 - 19:40:53